Teurer Umzug mitten im Studium
02. Juli 2010 0 KommentareMdL Jürgen Krogmann kritisiert Fehlplanung in der Polizeiakademie
Der Oldenburger SPD-Landtagsabgeordnete Jürgen Krogmann kritisiert die abrupte Versetzung von 50 Polizeistudentinnen und -studenten der Polizeiakademie Niedersachsen zum 1. 10. 2010 vom Standort Oldenburg nach Nienburg. Nach Auskunft von Betroffenen war ein Ortswechsel bei Beginn des Studiums im Herbst letzten Jahres nicht absehbar. Eine Begründung der Maßnahme wurde offenbar nicht mitgeteilt.
„Nun werden die Studierenden aus ihrem bestehenden sozialen Umfeld und ihren Studiengruppen gerissen. Viele hatten für die Dauer des Studiums eine Wohnung angemietet mit der Perspektive, ihre vollständige Ausbildung am Standort Oldenburg zu absolvieren. Für den Umzug muss das Land nun wohl die Kosten erstatten. Ich kann verstehen, dass die Betroffenen, ihre Angehörigen und Freunde, aber auch Vermieter in Oldenburg genervt von dieser Maßnahme sind.“ so Krogmann.
Krogmann will jetzt mit seinem Kollegen Ronald Schminke aus Hannoversch-Münden - auch am dortigen Teilstandort sind ca. 50 Anwärter betroffen - in einer Anfrage von der Landesregierung wissen, welche Gründe zur plötzlichen Versetzung geführt haben und welche Gesamtkosten dem Landeshaushalt entstehen. Insider munkeln von einer Fehlplanung, die zu einer mangelhaften Auslastung des Hauptstandortes in Nienburg geführt habe. Hier müssten nun nachträglich Kapazitäten ausgelastet werden – auf dem Rücken der Betroffenen und zu Lasten des Landeshaushaltes.
„Die Angelegenheit ist für uns als Opposition auch vor dem Hintergrund der Spardiskussion bei der Polizei von höchstem Interesse: Solange noch durch Missmanagement im Innenministerium Tausende Euro verloren gehen, ist eine Kürzung oder Abschaffung wichtiger Einsatzmittel der Polizei wie bei der Hubschrauberstaffel oder der Wasserschutzpolizei diskutiert, nicht gerechtfertigt.“
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