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SPD nimmt EWE-Urteil auf die Tagesordnung

05. August 2010 0 Kommentare

MdL Jürgen Krogmann rät dringend zu einer Kulanzregelung

Die Oldenburger SPD wird sich Anfang der nächsten Woche mit der Diskussion um das Urteil des BGH zu den Gaspreiserhöhungen der EWE befassen. Der stellvertretende UB-Vorsitzende und Landtagsabgeordnete Jürgen Krogmann wird dazu einen Antrag in den Unterbezirksvorstand einbringen. Er rät der EWE in diesem Zusammenhang dringend zu einer Kulanzregelung bei der Rückerstattung.

„Wenn zu hohe Gebühren erhoben wurden, sollte es selbstverständlich sein, diese an die Kunden unaufgefordert zurückzuzahlen. Es ist den Menschen nicht zu vermitteln, wenn sie selbst sich um die Rückzahlung kümmern müssen.“ so Krogmann. „Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben mich in den vergangenen Tagen auf dieses Thema angesprochen und sich verärgert über die EWE gezeigt. Hier droht ein großes Stück Vertrauen verloren zu gehen. Gerade für einen regionalen Versorger ist aber das Vertrauen der Kunden ein wichtiges Kapital. “

Bereits jetzt sei ein erheblicher Imageschaden für die EWE entstanden, der den möglichen Kosten einer unaufgeforderten Rückzahlung an alle Kunden entgegensteht. Dazu trage auch bei, dass die EWE bislang zugesagt habe, bei höchstrichterlicher Rechtsprechung wegen überhöhter Preise alle Kunden gleich zu behandeln, unabhängig davon, ob sie Beschwerde einreichen oder nicht. „Davon sollte man nicht abrücken.“ Wenn es stattdessen jetzt zu zahlreichen Einzelklagen käme, würden nicht nur Geld, Zeit und Nerven der Beteiligten beansprucht - das einhergehende Medienecho würde das Unternehmen jahrelang belasten.

Krogmann plädiert ungeachtet der aktuellen Diskussion für einen sachlichen Ton und einen fairen Umgang in der Diskussion. „Die EWE ist als Unternehmen als wichtiger Arbeitgeber, Steuerzahler, Motor für Innovation und Wissenschaft und Förderer von Kultur und Sport von herausragender Bedeutung für Stadt und Region. Das sollte, bei allem verständlichen Ärger über Gaspreise, nicht völlig aus dem Blick geraten.“
 


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